23. September 2026 Wanderung zur Apfelkönigin
Naturparkführerin Sabine Reiss erwartete uns auf dem Parkplatz, um eine etwa 10 km lange Wanderung durch Wälder, Wiesen und Weinberg zu starten. Eine große Gruppe hatte sich versammelt. Es ging moderat los auf einem Waldpfad mit ca. 20 Höhenmetern. Im Wald hatte Sabine Reiss schon eine erste Aufgabe: Wie erkennt man Fichte, Tanne und Douglasie? Dazu gibt es einen Merkspruch: Fichte sticht, Tanne nicht. Und wenn du’s riechen kannst mit der Nas‘, ist es sicher die Douglas‘. Ein Stück weiter erklärte sie den Stubensandstein. Er wurde u.a. zum Putzen verwendet. Auf dem Sommerrain, auf Stubensandstein, wurden 2019 Riesling- und Chardonnayreben angepflanzt. Dadurch bekommt der Wein einen besonderen Geschmack. Von dort aus hatte man einen schönen Blick ins Schmidbachtal bzw. Bottwartal. Hier gab es eine erste Verkostung: Rieslingwein und Blätterteiggebäck aus Türmen und Baden-Württemberg.
Nun ging es ziemlich abwärts – das musste dann auf dem Rückweg zum Parkplatz wieder erklomen werden. Bald war Etzlenswenden erreicht und die Apfelkönigin nicht mehr weit. Von der Ferne konnte man sie schon schemenhaft erahnen. Als zweite Verkostung gab es Blätterteiggebäck in Form von Krone, Apfel und Schuh. Etzlendswenden gibt es vermutlich seit dem 7./8. Jahrhundert und hatte mehrere „Herren“. Es ist damit älter als Beilstein. Es war landwirtschaftlich geprägt. Erst in den 1970er Jahren wurde der Südhang durch die Rebflurbereinigung für Weinbau ausgelegt. Am Nordhang wurden eine Wochenendsiedlung eingerichtet.
Auf Wegen im Zick-Zack erreichten wir die Apfelkönigin. Wir waren total erstaunt über die Größe – und sie war nackich. Geschaffen hat sie der Künstler Peter Lenk. Ein anderes Werk von ihm ist u.a. die Imperia in Konstanz. Zu lesen ist über sie, dass sie auf einer Streuobstwiese steht und sinnend in die Landschaft schaut. Wir durften jedoch andere Sinne wahrnehmen. Was für eine tolle Überraschung! Frau Reiss hat einen üppige Tafel für uns gedeckt. Es gab Kaffee, Apfelsaft, Sprudel, natürlich Äpfel, Zwetschgen und Trauben. Ein Hefezopf durfte dabei nicht fehlen. Es war ein Hefekuchen mit Motiv und Mohnschnecken mit zwei Blütenmotiven auf der Unterseite.
Danach ging es die übrigen Höhenmeter über schmale Pfade durch den Wald zurück zum Parkplatz. Kurz davor, gab es für jeden Mitwanderer ein Tee-Beutelchen, um am Abend die schöne Wanderung bei einer Tasse Tee Revue passieren lassen zu können.
Ein ganz herzliches Dankeschön an Naturparkführerin Sabine Reiss für die tolle Tour und an Sivia Bauer von den Landfrauen für die Idee und Organisation!

