17. Januar 2026 Winterwanderung und Wintergrillen
Am Samstag trafen sich viele interessierte Landfrauen und deren Männer im Alten Freibad. Dort erwartete uns bereits Herr Kalmbach, der Gemeindeförster. Etwa eine Stunde sollte eine Waldbegehung dauern, in der Fragen zum Forst und dem Zustand des Sulzbacher Waldes gestellt werden können.
Zunächst berichtete Herr Kalmbach von den Folgen des Sturmes Lothar an Weihnachten 1999. Etwa 10 Hektar fielen ihm zum Opfer. Allerdings hatten etliche Bäume schon ausgesamt und kleine Bäume von Fichten oder Buchen waren schon angewachsen. Man musste das Sturmholz entfernen und sah dann, dass nur etwa 1 Hektar aufgeforstet werden musste.
Zum Klimawandel konnte er folgendes erklären: Es wird darauf geachtet, dass die Bäume sich selber aussamen können. Diese sind stärker als Baumschulbäume, weil die Wurzeln durch Ausgraben nicht beschädigt werden. Außerdem soll eine Vielfalt entstehen, dort wo aufgeforstet werden muss. Eher weniger Fichten, mehr Douglasien, Buchen, Hainbuchen, Elsbeere, Tannen – also heimische Bäume. Man achtet auf die Ansprüche der Bäume: Bodenqualität, Niederschlag, Wärmeempfindlichkeit. So werden auch Kirschen im Wald gepflanzt. Vielleicht muss man auch in ferner Zukunft auf die Waldwirtschaft verzichten für abkühlende Flächen.
Eine Frage war die Bedeutung der Zeichen an den Bäumen. Rote Striche bedeuten, dass der Baum gefällt wird. Ein Dreieck in Grün bedeutet, dass hier ein Rückeweg ist.
Brombeeren müssen ausgemäht werden, da sie das Wachstum von neuen Bäumen behindern.
Ein weiterer beliebter Baum ist die Robinie, auch Scheinakazie genannt. Sie ist mit ihren Blüten eine Bienenweide. Sie ist widerstandsfähig und hat eine gutes Holz. Nachteil bei ihr, ist die schnelle Verbreitung durch Samen und über die Wurzlen. Man muss sie manchmal frühzeitig entfernen.
Die informative Stunde wurde von Herrn Kalmbach abgeschlossen, mit Tabellen zur Temperaturentwicklung in den letzten Jahrzehnten. Eine Erhöhung ist deutlich zu sehen.
Während des Spaziergangs wurde in der Hütte das Feuer entfacht. Glühwein erwärmt und Rote Würste gegrillt. So konnte man sich stärken und unterhalten.
Herzlichen Dank an Herrn Kalmbach, der gewiss noch sehr viel erzählen könnte!

