Kreativ-Treff: Insektenhotel am 30. Januar 2026
Lars Selig begrüßte uns am Freitag Nachmittag in seiner gut temperierten Werkstatt in Bartenbach. Zunächst gab es eine Werkstatt-Führung. Vom Kundenempfangsraum zu den einzelnen Maschinen, wie Kreissäge, Absauganlage, Lackiererei, konnten wir alles besichtigen. Er erläuterte, was er und seine Mitarbeiter, darunter zwei weibliche Auszubildende, schreinern. Vorwiegend Betten mit einem speziellen Tellerrost, Schränke, Regale und Tische. Hilfe gab es von seiner Freundin (er nannte sie „Chefin“) und einer Auszubildenden.
Dann ging es auch schon los. Das Material und die Werkzeuge lagen bereit. Jedes Brettle musste an den Kanten angeschliffen werden. Als nächstes wurden die Löcher für die Schrauben mit einem Akku-Bohrer vorgebohrt und die Seitenwände mit dem Boden verschraubt. Auch das Zwischenstück musste vorgebohrt und geschraubt werden. Das Dach bestand aus zwei unterschiedlichen Brettern – eines war kürzer. Diese mussten auch verschraubt werden. Das Kniffligste war das Dach auf den Rahmen zu bohren und zu schrauben. Es sollte möglichst die Schraube nicht zu sehen sein. Damit war schon viel geschafft!
Das Insektenhotel sollte zum Schutz mit Dachpappe versehen werden. Außerdem ein Gitter, damit Vögel nicht räubern. Und die Füllung musste teils selber hergestellt werden. Dazu gab es mehrere Stationen:
– Dachpappe zuschneiden
– Hobeln der Späne (gar nicht so einfach)
– Gitter zuschneiden
– Löcher in Holzklötze bohren
– Füllmaterial wie Heu, Hackschnitzel und Rinde einfüllen
– Tackern der Dachpappe und des Gitters
Und schließlich waren alle Insektenhotels fertig! Alle waren sehr stolz auf ihr handwerklichen Leistungen.
Aufräumen der Werkzeuge und der übrigen Materialien sowie das Zusammenkehren der Tische und des Werkstattbodens waren selbstverständlich.
Herr Selig erklärte viel zum Handwerk. Holz biegt sich immer zur Maserung. Deshalb muss man die richtige Seite markieren, und zwar mit einem Dreieck an den Seiten der Brettle. Dies ist dann gleichzeitig die Rückseite. Geleimte Bretter verbiegen sich nicht. Handhabung der Werkzeuge, wie man richtig misst und welche Hilfsmittel bereit liegen.
Das war ein sehr schönes Arbeiten und alle hatten ihren Spaß. Ganz herzlichen Dank an Herrn Selig und seine Mitstreiterinnen! Alles war bestens vorbereitet – was wir gar nicht erwartet haben.
Beim Zusammensitzen kam dann die Frage auf: Was machen wir nächstes Jahr?

